RE 416 2011. Wandcollage aus Papierbatik, 160 x 200 cm. 

Cölbe 2009. Wandcollage aus Paperbatiken und Farbkopien.

Ausstellungsansicht: Stausebach, Laura Mars Grp. 2010. PRESSEMITTEILUNG

 

RE 1 2010. Gouache auf Chinapapier, 65 x 100 cm.

RE 16 2011. Gouache auf Chinapapier. 50 x 65 cm.

RE 15 2011. Gouache auf Chinapapier.45 x 65 cm.

RE 44 2011. Gouache auf Chinapapier. 65 x 100 cm.

RE 12 2011. Gouache auf Chinapapier. 65 x 100 cm.

RE 7 - 8 2009. Wandcollage aus Paperbatiken, 100 x 100 cm.

Ausstellungsansicht: Stausebach, Laura Mars Grp. 2010.

RE 5 2010. Gouache auf Chinapapier. 100 x 65 cm.

RE 1 2011. Gouache auf Chinapapier. 65 x 100 cm.

 

Bürgeln 2009. Wandcollage aus Paperbatiken und Farbkopien.

Ausstellungsansicht: Stausebach, Laura Mars Grp. 2010.

PRESSEMITTEILUNG

 

TINA HABER
Stausebach

10. April - 8. Mai 2010

Laura Mars Grp., Berlin

 

 

Tina Haber fuhr als Jugendliche regelmäßig mit dem Zug von ihrem Heimatort in die nächst größere Stadt Marburg. Die Zugstrecke dorthin führte über die drei nordhessischen Dörfer Anzefahr, Buergeln und Cölbe. Man gelangte also über die Stationen A, B und C zum Ziel, was so beispielhaft klingt, als stamme es aus einem Schulbuch. Aus dem Fenster ihres Zimmers sah Haber zwölf Jahre lang in zwei Kilometern Entfernung den Ort Stausebach liegen. Der Eindruck, den Haber von diesen vier Orten zurückbehalten hat, ist geprägt von den Fenstern in denen sich die Dörfer immer wieder aus derselben Perspektive zeigten, als wären sie ein fester Bestandteil des Zugabteils oder des Zimmers.

 

Die Erinnerung an diese regelmäßigen Zugfahrten in den achtziger Jahren und die unterschiedlichen Ausblicke auf den Landstrich, dienen Haber als Gerüst für die Organisation der Bilder und Materialien in den Galerieräumen. Habers Interesse gilt dem alltäglichen Blick durchs Fenster nach draußen in die vertraute und besiedelte Natur, die wie ein stiller Zeuge menschlicher Lebensweisen zurückblickt in unsere Wohnräume und Fahrzeuge. Schon in Habers vorangegangener Einzelausstellung bei Laura Mars Group lieferten millionenfach kopierte Motive wie Palmenstrände, Tulpenfelder und Wintergärten die Vorlagen für ihre oftmals großformatige Malerei.

So greift Haber auch in ihren Bildinstallationen Landschaftsmotive aus Posterkatalogen und Kalendern auf, die schon vor langer Zeit im Klischee erstarrten und eine Art Restbestand an Sehgewohnheiten bedienen.

 

Neben angelehnten Hartfaserplatten und Lichtprojektionen werden Knicke und Ritzen in den Bildoberflächen Teil der räumlichen Gesamtkomposition. In Verbindung mit den Papierbatiken ergeben sich unvollständige Muster, die plötzlich abbrechen und an anderer Stelle neu aufgenommen werden.

Sowohl die Papierbatik wie die Fototapete sind „Kulturtechniken“ der siebziger und achziger Jahre. Sie stehen in der Ausstellung gleichwertig neben eigenen Fotos und Fundstücken aus Habers Bildfundus. Dadurch überschneiden und durchdringen sich Allgemeinplätze mit ganz persönlichen Orten.